JUNG mit Perspektive 2007

Eine neue Form der Präventionsarbeit begann für unseren Verein bereits Ende des Jahres 2006. Nachdem die Landesstiftung Baden-Württemberg Gelder für eine verhaltensorientierte Präventionsarbeit zur Verfügung gestellt und die Vorstandschaft grünes Licht für die Übernahme des Projektes gegeben hatte, begannen Anfang 2007 die ersten Planungen.

Nach Gründung eines Projektteams, unter Leitung von Andreas Seitz, Rita Ludäscher und Georg Bierbaums, wurden erste Ideen zur Umsetzung gesammelt. Dabei musste besonders auf die Vorgaben der Ausschreibung der Landesstiftung geachtet werden.

Im September 2007 startete dann die regelmäßige Arbeit mit 15 sozial und auch schulisch auffälligen Jungen in den Bereichen «soziales Verhalten, Teamfähigkeit, strukturiertes Freizeitverhalten, Umgang miteinander» und weiteren Themen.

Für die Betreuung der Gruppe konnte die Erlebnispädagogin Johanna Egeling, sowie der Sozialpädagoge Boris Kowalewski und Frau Cathrin Lippert gewonnen werden. Diesen gelang es, mit einer Mischung aus themen-, erlebnis- und handlungsorientierten Inhalten ein spannendes und auch lehrreiches Programm zusammenzustellen.

Neben den wöchentlichen Gruppenstunden standen Highlights wie Segelfliegen, ein Hüttenaufenthalt, Klettern, Nachtwanderung und ein dreitägiger Aufenthalt in den Berchtesgadener Alpen auf dem Programm.
Im Rahmen dieses Projektes entstand auch der Niedrigseilparcours unseres Vereins.

Parallel dazu wurden durch Rita Ludäscher und Georg Bierbaums Veranstaltungen für die Eltern verpflichtend durchgeführt. Eine große Besonderheit in diesem Projekt war die Evaluation. Diese fand unter der Leitung von Dr. Hans-Linster, Institut für Psychologie, Abt. Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Freiburg statt. Dieser konnte nach Abschluss des Projektes wissenschaftlich belegen, dass sich die Jungen hinsichtlich ihres Aggressions- und Frustrationsverhaltens teilweise deutlich verbessert haben.

Das Projekt musste im Juli 2008 vorerst beendet werden, da keine finanziellen Mittel mehr zur Verfügung standen.